Geschändet

Schwarze Rose Julia

Ein Bild, ein verblichenes Gesicht.

Ihre Augen beben im Dämmerlicht,

ihre Haare so grau, die Lippen erblasst,

die Hand hat das Bild zitternd umfasst.

Das Kind auf dem Foto, verblichen und alt,

es wäre 20 mit diesem Tag.


Stark geschändet irgendwo im Wald.

Grausam gequält, Erinnerungen die mit Blut gemalt.

Die Mutter, deren Haar in Trauer ergraut,

umklammert, betend, hat den Mörder nicht angeschaut.

Sie zündet in Tränen, mit zittriger Hand,

zum Geburtstag eine Kerze an.


Sie fanden sie des Nachts im Wald,

ein toter Engel, 5 Jahre alt.

Den Körper in kalter Gier missbraucht,

der Mörder den Finger in Blut getaucht.



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